oder sinnloses Geschwafel
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Wiedersehensblogeintrag oder auch die schlichte Verzweiflung...

Lang ist es her. Ich habe mich erneut daran versucht meine Erinnerungen in einen Roman zu packen, aber während des Schreibens packte mich die nackte Verzweiflung gepaart mir Wut und Trauer. Ich hab es aufgegeben.
Dann doch lieber Tagebucheinträge, die niemand liest, wobei ich mich frage, warum ich gelesen werden will.

Ich habe geheiratet. Warum? Das ist eine gute Frage, nur leider fehlt mir die rechte Antwort. Wahnsinn, Liebe? Ein Gemisch aus Angst, Einsamkeit und den unendlichen Wunsch meine Suche zu beenden und mich in einer Verpflichtung zu verlieren. Aber bevor es sich zu dramatisch wird, Liebe ist der wesentliche Bestandteil davon. Ich weiß es nicht. Weiß man immer, ob es gut ist oder nicht? Stellen sich Verheiratete noch die Frage ob es die richtige Entscheidung war? Oder ist ein Ja ein Ja und bleibt auch ein Ja?

Ich hab von meinem Therapeuten geträumt. Es hat mich völlig aufgewühlt, völlig zerstreut. Ich frage mich, ob es ein Zeichen war, dort wieder hinzugehen, wieder zu reden, wieder Wege zu finden, mit meinem Ich klar zu kommen.
Ana hat mich verlassen und umso mehr ich versuche mich an sie zu krallen, umso mehr stellt sich Mia in den Vordergrund. Ich komme damit nicht zurecht, ich hasse mein Versagen.
Disziplin, Strebsamkeit, Stärke. Das bin ich gewesen und was ist jetzt? Schwäche, Versagen und Treiben.

15kg das muss weg. Ich will wieder zu der alten Dürrheit. Will meine Knochen sehen, will die gähnende Leere in mir spüren und glücklich sein über meine Disziplin. Wo sind die Zeiten hin? Wo ist das Denken hin?

Manchmal ist es schwierig, die einfachsten Gedanken in Worte zu fassen. So viele Gefühle schwirren dabei mit und machen mir das Denken schwer.

Ich gehöre wohl jetzt zu den Normalgewichtigen. Ich traue mich nicht aus dem Haus, es sei denn ich muss. Ich ziehe weite Klamotten an, damit niemand Speck sieht. Ich hasse es mich im Spiegel zu sehen.

Aber ich verstehe es nicht. Ich esse einmal am Tag (wenn ich es überhaupt bei mir behalte) und trotzdem nehme ich immer weiter zu. Ich hab Hormone genommen, Entwässerungsmittel, Abführmittel. Nichts, einfach gar nicht, die waage zeigt jedes Mal den gleichen Mist an. Seit einem Monat traue ich mich nicht mehr, mich zu wiegen. Die Angst ist zu groß, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken.

Chris fehlt mir wahnsinnig. Ich möchte so gern mit ihm reden. Es fällt mir leichter die Welt zu ertragen, wenn ich mit ihm reden kann. Aber da ist nur Stille. Mein ganzes Bemühen ihn zu erreichen endet in Leere. Blanke Wut steigt in mir hoch. Wut und Enttäuschung. Schon wieder allein. Ich warte auf ein Zeichen von ihm. Was weiß ich schon, was im letzten halben Jahr bei ihm passiert ist. Das Einzige, dass ich weiß,ist, er lebt. Ist das nicht unfassbar? Ich weiß nicht mehr, als seine Lebendigkeit.
Ich bin zu empfindlich, ich fordere zu viel. Meine Gedanken wachsen mit meinen Tränen. Vielleicht ist das alles eher Wunsch als Sein
6.6.10 21:20


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Der sonnige Tag trägt schwarz

Wow ist das schön wieder hier zu sein. Ist es schön einfach seinen Müll im Nichts abzuladen und zu wissen, es gibt niemanden den das interessiert. Entspannend. Keine anstrengenden Diskussionen, keine Rechtfertigungen. Mit sich selbst schreiben und doch zu wissen irgendein fremder Mensch liest es
Es macht Spaß.
Ich habe heute ein paar schwarze Klamotten rausgekramt. Die Farbe (wobei es eigentlich gar keine ist ^^) gefällt mir zur Zeit am besten. Sie gibt mir Sicherheit und hält die Leute auf Distanz. Wie eine Mauer um meinen Körper.

Ich habe gestern mit einer Freundin über meine Gedanken geredet (nicht alles aber manches) und die halbe Nacht wach gelegen und darüber nachgedacht. Irgendwann kam mein Mann ins Bett. Ich weiß nicht warum aber ich brauche Distanz. Ich kann Kuscheleien und Liebkosungen momentan kaum ertragen. Ich denke es liegt nicht an ihm. Er ist nicht die Person, die ich nicht ertragen kann. Ich selbst bin es. Es ist gerade unwahrscheinlich schwer positive Gefühle für ihn zu haben, weil ich mich selber so negativ besetze.
Ich versuch mich zusammenzureißen, ich möchte nicht, dass er darunter leidet. Es reicht, wenn ich das tue. Aber er kann auch kein Verständnis für meine Situation aufbringen. Wie denn auch? Wie kann jemand verstehen, dass man selber sich total fett findet und lieber abgemagert sein möchte? er liebt mich, er findet mich attraktiv und auf gar keinen Fall zu fett, aber was ich im Spiegel sehe, ist alles andere als das!

Ich hab mich heute morgen auf die Waage getraut und festgestellt, dass es rund 11Kg sind, die ich verlieren muss. Das Ziel ist beschrieben, der Weg ist vorgezeichnet und jetzt muss ich ihn nur noch gehen.
Ich würde gerne behaupten, dass Hungern eine meiner leichtesten Übungen ist, aber leider ist das gar nicht so einfach für mich. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie ich monatelang das durchgehalten habe. Aber es muss sein, mit aller Gewalt, die ich gegen mich richten kann.

Ich warte immer noch auf eine Nachricht von Chris. Er fehlt mir so unwahrscheinlich. Ich verstehe das alles nicht, warum verhält er sich denn so? Oder andersherum, warum warte ich? Warum kann ich dieses Kapitel nicht einfach abschließen? Anscheinend interessiert ihn unsere Freundschaft nicht, sonst würde er sich anders verhalten. Oder ist das typisch Mann?
7.6.10 14:55


Ein neuer Tag, ein neuer Anfang. Gestern hat das nicht so geklappt mit dem Hungern, aber ich hab trotzdem 400g abgenommen. Heute wird es besser. Ich war gestern einfach zu schlecht drauf und dann auch noch gelangweilt.. Heute hab ich mir einiges vorgenommen und die Laune ist nach der geringen Abnahme steigend
Also nur noch 10,5kg to go

Chris hat sich immer noch nicht gemeldet. Alle zehn Minuten schau ich auf mein Handy, ob eine Sms da ist. Oder ich schau meine Emails nach, ob er auf meine geantwortet hat. Aber nichts. Es ist auch zu verflixt, dass er sich gerade beim Umzug nicht mehr gemeldet hat. Jetzt hab ich keine Festnetznummer und auch keine Adresse. Ich würde mich sofort in den Zug setzen und zu ihm fahren, wenn ich nur wüsste, wohin er jetzt gezogen ist. Ich hab schon überlegt, ob ich zu seinem alten Wohnsitz fahre und da nachforsche. Aber das wäre idiotisch. Ich weiß ja, dass es ihm anscheinend gut geht, nur nicht, warum er sich nicht meldet. Auch hab ich überlegt, seinen Bruder zu kontaktieren, aber ich glaube Chris würde ausrasten, wenn er das erfährt. Hmpf what should I do?

Heute gäbe es eine Möglichkeit meinen Therapeuten anzurufen und einen Gesprächstermin zu erfragen. Ja die Möglichkeit bestände. Die Angst ist aber zu groß. Meine Niederlage ist sein Triumph. Zumindest denkt mein verschrobenes Gehirn das. Lieber leide ich noch etwas, konzentriere mich auf mein Abnehmen und trainiere meine Disziplin. Außerdem hasse ich es, Termine zu machen. Irgendwie merkwürdig, auf der Arbeit hab ich absolut kein Problem damit fremde Menschen anzurufen und mit ihnen zu sprechen. Ich muss es ja tun. Privat geht das gar nicht. Ich weiß nicht, wieso. Ich weiß nicht, wovor ich Angst habe. Wenn ich einmal anrufen muss, bricht mir der Schweiß aus und ich zittere während des Telefonats die ganze Zeit. Ich kann dann keinen klaren Gedanken fassen und stolpere über meine eigenen Worte. Sehr merkwürdig, wenn ich so drüber nachdenke..

Ich hab mich gestern noch mit einer Freundin unterhalten. Hmm alles schrabbte irgendwie an der Oberfläche, aber ich hatte keine Lust in die Tiefe zu gehen. Irgendwie kraftlos.

Mein Mann merkt irgendwas. Er weiß zwar nicht was, aber irgendetwas ist nicht in Ordnung. Er kommt damit nicht zurecht und distanziert sich etwas. Oder sagen wir, er sucht seine eigenen Gründe für mein Verhalten. Zehntausend Mal die Frage, ob ich ihn liebe und glücklich bin, dass wir geheiratet haben. Zehntausend Mal die Antwort "Ja" und doch ist er nicht zufrieden und misstraut mir. Ob ich einen anderen hätte stand bereits im Raum. Wie albern! Als ob es keine größeren Probleme und Sorgen gäbe, als ein Anderer.. Abgesehen davon müsste er wissen, dass ich eine treue und loyale Seele bin. Ich könnte das, selbst wenn ich ihn nicht lieben würde, nicht mit mir vereinbaren, einen anderen Mann neben ihm zu haben. Tja und als er auch da nicht weiterkam, lag die Vermutung, dass ich schwanger sei, im Raum. Ja soll er das ruhig denken. Wobei er nach zwei Jahren des Probierens eigentlich wissen müsste, dass ich in diesem Punkt eine totale Versagerin bin und wir wohl niemals Kinder kriegen werden. Man könnt ja auch mal zum Arzt gehen und nach einer Ursache forschen.. Naja Ärzte und ich wir sind keine Freunde.
Also werden wir es einfach weiter probieren und probieren und probieren.

Auch das nagt sehr an mir. Halbe Frau, unfähig ihren biologischen Auftrag zu erledigen. Aber mit ihm kann ich darüber nicht sprechen. Er findet ich übertreibe und kann kein Verständnis zeigen. Nun gut, es wird totgeschwiegen und in mich hineingefressen. Gut ist. Er ist glücklich, ich nicht, aber das spielt auch keine Rolle. Totschweigen um der Harmonie Willen. Wie mich die Scheiße ankotzt! (sry für wortwahl)
Und bei "unwichtigen" Dingen diskutiert er dann. Ich hab ihm gesagt, dass ich vor der kirchlichen Hochzeit gerne noch einen richtig romantischen Antrag haben möchte. Wieso wir sind doch verheiratet?! War der letzte nicht gut? (sonst würd ich wohl kaum einen zweiten verlangen..) Anstatt das einfach mal so hinzunehmen und sich Gedanken zu machen, wie er das anstellen könnte, wird diskutiert. Aber wenn es dann mal wichtigen Streit gitb, dann kommt nur "Ja du hast Recht" und er geht weg. Lässt mich stehen und mit meiner Wut allein, also wieder runterschlucken. Irgendwann artet diese Art der Harmonie in einen ganz bösen Ehekrieg aus. Ich versuch ihm das zu erklären, versuch ihm zu zeigen, wie wichtig das Reden über solche Dinge (egal ob schön oder hässlich) für eine Beziehung ist, aber er blockt ab.
Ich frag mich, ob das "normal" ist. Eine Ehe ist eine Verpflichtung. hmm ja
8.6.10 13:59


Meine Periode ist immer noch nicht da. Langsam werde ich nervös. Nicht, dass ich nicht hundertprozentig sicher wäre, nicht schwanger zu sein (ich fühle nichts..), mein Mann ist eher das Problem. Umso länger sie nicht kommt, umso mehr versteift er sich in eine mögliche Schwangerschaft. Ich hab ihm schon dreimal gesagt, dass ich nicht schwanger bin, aber es hilft nichts, er baut seine eigenen Theorien auf und träumt weiter von dem Kind. Args ich kann nur hoffen, dass sie endlich endlich kommt.
Leider bin ich auch nicht in der Lage ihn anzulügen. Er würde es sofort merken. Dieses ewige Hickhack bezüglich der unreinen Zeit geht mir auf die Nerven.
Ich hab beschlossen uns noch einen Monat des Probierens zu geben und dann werden wir uns beide testen lassen. Er hat es relativ locker aufgenommen. Ich dachte eigentlich er würde sauer, weil ich an seiner Ehre kratze (was weiß ich, was in einem Mann da vorgeht..), aber er war ganz locker, fand die Vorstellung einer Samenspende zwecks Forschung nur nicht so prickelnd.
Oh Gott wie sehr wünschen wir uns ein Kind und wie sehr enttäuscht uns unsere Natur jeden Monat aufs Neue.

Ich fühl mich trotzdem etwas besser. Für heute habe ich mir genau 200g Wassermelone eingepackt (macht 122kcal). Das ist der größte Kompromiss, den ich eingehen kann. Ich muss heute arbeiten und auf der Arbeit nichts zu essen fällt direkt unangenehm auf. Bevor ich dann Brötchen mit sonstwas esse, nehm ich mir lieber etwas Obst mit. Der letzte Rest. Ich muss morgen unbedingt noch etwas kaufen, da ich das ganze We arbeiten muss. Dann aber mit noch weniger Kalorien, damit ich da noch etwas sparen kann..
Die Futuromelone hat die Hälfte an kcal einer Wassermelone, also kann ich doppelt so viel mitnehmen und es sieht halbwegs nach einer Mahlzeit aus. Abgesehen davon kann ich doppelt so lange daran rumkauen und kann die Essenszeit damit überbrücken.

Ich muss mir mal neue Joggingschuhe kaufen. Meine alten sind inzwischen zerfleddert. Aber ohne Sport wird das alles nicht gehen und ich vermisse es auch stundenlang durch die Gegend zu laufen und meinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Abgesehen davon ist mein Fahrrad jetzt auch für den Sommer flott gemacht und ich kann den Arbeitsweg mit ihm antreten. Täglich 1 Stunde Radfahren tut mir und meinem Gewicht auch gut

Der Weg ist gut vorbereitet, das Ziel wird erreichbarer
9.6.10 10:25


Eine neue Stelle, ein neuer Anfang?
Gestern kam meine Chefin zu mir und hat mir in unserem Betrieb in einer anderen Abteilung eine Stelle angeboten. Mehr arbeiten, mehr Geld anderer Fachbereich neue Herausforderung und ganz viel Angst. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Andererseits der rettende Anker für mich. Unzufriedenheit bei der jetztigen Arbeit, das Team nicht mehr das, was es einmal war und große Langeweile. So do it! Ich habe mir vorher schon lange überlegt, was ich alles sonst noch machen könnte. Betrieb wechseln Arbeit wechseln, neue Ausbildung, Studium etc. Und immer hab ich gezögert, hatte ich Angst vor etwas Neuem, aber gestern.. Ich hab zwei Minuten überlegt und dann war alles glasklar. Natürlich, dass ich nicht schon früher auf die Idee gekommen bin. Das ist es! Keine Angst, nur Vorfreude..
Nun ja keine Angst ist vielleicht übertrieben, schließlich komme ich in einen neuen Fachbereich und bin den Anforderungen dort noch nicht gewachsen. Also werde ich Fehler machen, ich muss nur aufpassen, dass es keine fatalen werden. Schließlich geht es um Menschen.
Ein kleiner Schritt, der viele meiner Probleme lösen wird und viele neue mit sich bringt. Aber ein Pluspunkt, den ich bei gegebener Zeit ausnutzen werde.
Für die nächsten 8 Monate ist das Thema Schwangerschaft dann wohl erstmal vom Tisch.

Gestern Nacht bin ich von wahnsinnigen Unterleibsschmerzen aufgewacht. So schlimm, dass mein Mann schon den Rettungsdienst rufen wollte. So schlimm, dass ich es nicht mal mehr rechtzeitig auf die Toilette geschafft habe. Ich hatte das Gefühl mein Bauch zerreißt jeden Moment. Schon die zweite Nacht in der ich diese Schmerzen ertragen muss und schon die zweite Nacht, die mir Rätsel aufgibt.
Ich hatte kurz an eine Eileiterschwangerschaft gedacht, da meine Periode immer noch nicht da ist, aber da 1. diese sich nicht so früh schmerzhaft bemerkbar machen würde, 2. ich keinen dauerhaften Schmerz habe und 3. überhaupt keine Schwangerschaftssymptome habe, bleibt es vorerst ein ungelöstes Rätsel, woher die Schmerzen kommen.

Ich hab heute mal ganz kurz überlegt, meinen Frauenarzt aufzusuchen, aber diese Idee dann auch ganz schnell wieder verworfen.. Erstmal abwarten.

Vielleicht hab ich nächste Woche mit einer netten Ärztin Nachdienst, die mir mal kurz nen U-Schall auf den BAuch halten kann. We will see.

Mein Mann hat sich mächtige Sorgen gemacht. Tut mir leid, dass er da mit leiden muss und ich nicht mal eine Antwort auf die Ursache habe. Ich hab ihm gestern ganz schön angeschnauzt, als er mich genervt oder voller Sorge, ich konnt das nicht so ganz unterscheiden, fragte, was los sei und ob ich einen Arzt bräuchte..

Hmm ich sollte mich wohl schnell mal auf den Weg zum Einkaufen machen. Ich bin so unmotiviert, keine Ahnung, die freien Tage machen mich unaktiv..
10.6.10 16:56


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