oder sinnloses Geschwafel
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt

 

http://myblog.de/mondschein86

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Was war das eigentlich f?r ein beschissener Tag?

Schon als ich aufgestanden bin, packte mich eine gewisse Unlust heute ?berhaupt irgendetwas zu tun.. Als ich noch Schule hatte, war das absolut gar kein Problem.. Es lie? sich einfach l?sen, ich sa? einfach nur da, lie? die anderen reden, h?rte nicht zu und tat einfach so als w?re ich nicht da.. Ich tr?umte mich in eine andere Welt.. In eine Welt voller Dinge, die mich interessierten..
Aber heute war alles anders. Erster Tag auf einer neuen Station, davor kann ich mich nicht dr?cken.. Erster Tag, Sp?tdienst und Nervosit?t die langsam in eine unruhige Panik ?bergegangen ist und mich gefangen hielt..

Das erste, was ich auf Station sah, war Martins ?berlegenes, gewinnendes Grinsen.. Oh toll, der Superheld hatte seine ersten 7,5 Stunden Dienst auf der Station schon hinter sich und gab das auch deutlich zu verstehen, in dem er so tat, als w?rde er schon alles wissen und kennen, w?hrend ich noch Schwierigkeiten hatte, mir die Namen meines Teams zu merken.. Christine, mit der er den halben Tag im S?uglingszimmer verbracht hatte, war schon seine gro?e Vertraute und sein Verhalten ekelte mich einfach nur an!

Der Tag konnte ja nur besser werden, frei nach dem Motto: SCHLIMMER GEHT IMMER!!!

Nach der ?bergabe fing also mein Dienst an.. Mein Dienst bestand daraus ab und zu in die R?ntgenabteilung zu laufen, dreimal Blutdruck und Puls zu messen und am Abend das Essen auszuteilen.. Also verbrachte ich ca eine stunde meines achtst?ndigen Dienstes damit zu arbeiten.. Und die restliche Zeit? Ja, die restliche Zeit sa? ich einfach nur im Stationszimmer (oder zur Abwechslung auch mal in der K?che) und starrte d?mlich die Wand an.. Ich kam mir ziemlich ?berfl?ssig vor und f?hlte mich sehr sehr unwohl.. Zwischendurch kam mir immer wieder der Gedanke zu meiner Schulleitung zu gehen und mich auf eine andere Station versetzen zu lassen, aber wie albern w?re das denn? Nun ja.. es ist halt so und ich muss ein bisschen Geduld haben.. Das einzige, was mich w?hrend meiner tr?bseligen Arbeit des Nichtstuns erheitern konnte, war eine Patientin, die ehemals schon auf meiner alten Station lag und die ich sehr gern gewonnen hatte..

Ich kam erfreut im Wohnheim an, froh dar?ber, der Welle des nichtstuns endlich entfliehen zu k?nnen.. Komischerweise hatte mich das Wandanstarren sehr angestrengt und ich f?hlte mich erschlagen.. Freute mich auf eine gem?tliche Runde in der K?che, in der man ?ber sinnlose Dinge reden w?rde, oder eventuell mit Nastasja in die Welt der Philosophie abtauchen konnte.. Aber auch daraus wurde nichts.. denn da begegnete mir

ANNIKA!!!!!!!

Da sie vorher auf meiner jetzigen Station gearbeitet hat, wollte sie nat?rlich alles wissen.. und ihre Fragen spielten die L?cherlichkeit ihrer eigenen Person wieder.. V?llig genervt hab ich sie einfach abgeblockt und bin in die K?che geflohen.. (Es ist einer der wenigen Momente in denen ich mich ?ber Annika aufregen kann.. selten aber wahr..)

Aber auch die K?che hat mir da herzlich wenig geholfen.. Denn da sa? dann auch shcon die n?chste Plage:

MARTIN!!!

Es tut mir leid, aber ich kann dieses arrogante, eingebildete (sorry!) ARSCHGESICHT einfach nicht mehr sehen! Und schon folgten die n?chsten dummen Fragen, mit denen Martin dem Rest der Gruppe wohl eine Art Zusammengeh?rigkeit demonstrieren wollte, die ich aber sogleich zerschmetterte, in dem ich ihn einfach stillschweigend ?berging und mich schnellstens wieder aus der K?che entfernte..

Meine letzte Rettung folglich war nur noch mein Zimmer und in dem Glauben, dass ich dort gesch?tzt bin, lehnte ich mich auf meinem Bett zur?ck.. Aber

EIN UNGL?CK KOMMT SELTEN ALLEIN

Schon klopfte es wieder an der T?r und v?llig entnervt und inzwischen auch w?tend trat ich hinaus um den, der an der T?r am n?chsten stehenden, eine Schimpfparole entgegenzuschmettern..

Vor mir stand aber eher ein kleines H?ufchen Elend namens Sabine, das unbedingt mit mir sprechen wollte.. Ich willigte ein, in der Hoffnung, ein wenig in Sabines Problemwelt entschwinden zu k?nnen und dabei den heutigen Tag zu vergessen.. Aber dann kamen S?tze wie, ich will aufh?ren, abbrechen, ich kann nicht mehr, habe keine Lust mehr, ich muss hier weg, rege mich ?ber alles auf, habe kein Privatleben mehr.. und und und.. Es tut mir leid, aber was kann ich daf?r, wenn sie meint sich ?ber alles aufregen zu m?ssen? Welcher Teufel reitet sie schon wieder, so dass sie das Gef?hl hat unbedingt diese Ausbildung abbrechen zu m?ssen? Was soll der ganze schei? und vor allen Dingen, was geht mich das schon wieder an???

Irgendwann hab ich mich in mein Zimmer verzogen, mit der Ausrede, mich umziehen zu m?ssen.. Da erblickte ich mein Telefon und einen blickenden Anrufbeantworter darauf.. Na toll wer will denn jetzt schon wieder was von mir? Aber vielleicht ist es ja wichtig.. Okay, hab mich dann dazu durchgerungen, den AB abzuh?ren und mit Erstaunen stellte ich fest, dass Juliane mir auf den AB gesprochen hat (sie hasst ABs und spricht dort eigentlich nie darauf..) Also handelt es sich hier mal wieder um eine Notfallsituation.. Ihre Mitteilung, die sie hinterlie? war: Ich hab in die Schule gekotzt, dachte dich interessiert das, ich m?chte mit dir sprechen.. Och manno, warum bist du nicht da?? Hab dich lieb..

Es ist nicht ihre Art es so zu sagen (um die Dringlichkeit des ganzen auch anderen verst?ndlich zu machen..) Sie ist ein Mensch, der ernstgemeinte Aussagen meistens durch Humor relativiert und wenn sie das schon nicht mehr macht, dann d?rfte wohl klar sein, dass die Lage f?r sie anscheinend ernst ist.. Ihr geht es also ziemlich schlecht und der Schl?ssel zu dem ganzen bin ich.. (was so viel hei?t, wie ich soll ihr helfen.. Kein Problem..) Tja eben doch ein Problem, denn die liebe Juliane ist nirgendwo zu erreichen.. Und ich kann mir schon vorstellen, was die liebe Juliane gerade macht.. Sitzt total zugekifft in irgendeiner Ecke und hofft, dass dadurch alle Probleme l?sen.. Aber anstatt, dass ich froh bin Juliane doch schon so gut zu kennen, dass ich im Prinzip genau wei?, was sie gerade macht und dass die Situation keine ist, bei der ich mir Sorgen machen muss, mach ich mir die gr??ten Sorgen der Welt und das kotzt mich ebenso an..

Um meine Sorgen dann zu vergessen und aus meiner eigenen Welt zu entfliehen, seh ich nur noch eine Rettung.. Chris anrufen.. Gesagt, getan Chris angerufen.. Der erste Schlag ins Gesicht war dann wohl, dass er Fr?hdienst hat und gerade schlafengehen wollte.. Also wurde mir damit jegliche M?glichkeit genommen, meine Gedanken und Gef?hle Chris n?her zubringen.. Shit happens.. Aber der Kn?ller war dann die Vorstellung einer neuen Idee, die in ihn reifte.. In dem Moment kam auf einmal so viel Wut in mir hoch.. So viel Wut ?ber die Naivit?t und Leichtigkeit, die so viele Menschen an den Tag legen und die wohl gerade auch Einzug bei Chris genommen hat.. Wie kann man nur so ernste Dinge, mit solch einer Naivit?t nehmen? Wie kann man eine Illusion zur Realit?t machen? Wie kann man denn so sehr ?ber seine eigenen Bed?rfnisse hinweg gehen? Wie? Verdammte Schei?e (sorry, schei?e ist wohl heut mein Lieblingswort..)

Nun, nach dem ich meine zynisch, auslachende Reaktion auf seine Idee ge?u?ert habe, wurde das Gespr?ch innerhalb von einer Minute beendet und ich kann mir vorstellen, mit welcher Wut und welcher Verletzung er in diesem Moment sich schlafen gelegt hatte.. Ich konnte f?rmlich die Sekunden z?hlen, bis ich meine Quittung dessen bekam.. Und die bekam ich auch prompt..

Aber seine Quittung regte nur noch mehr Zorn in mir und irgendwie verletzte sie mich auch (aber das geht die Welt da drau?en einen verdammten Schei?dreck an, weil es meine Verletzungen sind!!!! Und falls jetzt irgendjemand, eine Gef?hlsregung hatte oder irgendeinen Gedanken, dann spart ihn euch bitte, er interessiert mich gerade ?berhaupt nicht, ich will jetzt gerade einfach nur meine Wut ?ber den gr??ten Schwachsinn der Welt loswerden!)
Nun, was er dazu sagte, h?tte er besser nicht sagen sollen und (falls er das hier mal lesen sollte, dann Botschaft an dich, lieber Chris: WAGE ES NIE WIEDER DERARTIG ?BER MICH ZU URTEILEN!!!!!!) ich denke, er wei? dass auch! Derartig ?ber mich zu urteilen und mich darzustellen, als w?re ich einfach unf?hig mit mir selber umzugehen, als w?re er der einzige, der sich selbst unter Kontrolle hat, ist das Verletzendste und das Bl?deste, was er jemals getan hat..

Und Chris: In der Tat uns beide kann man tats?chlich nicht vergleichen! Denn im Gegensatz zu dir bin ich seit zwei Jahren dabei immer wieder Schritte auf mich selbst zu zu machen, w?hrend du schon beim Gedanken an den ersten Schritt wegl?ufst! Oh ja, es gibt viele Momente, in denen ich weglaufe, viel h?ufiger als die Momente, in denen ich auf mich zu gehe, aber bei mir gibt es wenigstens die Momente in denen ich auf mich zu gehe.. Die gibt es bei mir und irgendwann wird es vielleicht ein kontinuierlicher Strom, aber sorry, du wirst keinen Schritt auf dich zumachen k?nnen, wenn du weiter in einer solchen Illusion lebst.. Schau mal in den Spiegel und sieh die wirkliche Not.. Und h?re ihr mal zu..

Mehr hab ich eigentlich nicht zu sagen.. au?er, dass ich jetzt gerne jemanden hier h?tte, der mich mal festh?lt und mir sagt, dass es sich gar nicht lohnt ?ber andere aufzuregen und w?tend zu sein..

In der Tat, es lohnt sich einfach nicht..
8.3.05 01:11


Werbung


Leben hei?t verlieren k?nnen...

Ich wei? nicht, ob bereits einer der gro?en dichter und Denker, einer der ber?hmten Philosophen dieses Zitat schon brachte.. Ich wei? nicht, ob es dieses Zitat ?berhaupt schon einmal gab.. Ich wei? es nicht. Aber jetzt ist es mein Zitat. Es kam mir eben in den Sinn und ich habe mich etwas damit besch?ftigt. Es scheint der Satz zu sein, der mein Leben beschreibt, mein Wunschleben. Kann ich verlieren?

Und das ist etwas merkw?rdig, denn ich glaube, ich bin auf den Weg es langsam zu k?nnen. Heute morgen wachte ich auf, nach einer Nacht voller Alptr?ume, und dachte ?ber die ursache der Alptr?ume nach. Langsam kommt mir in den Sinn, dass es daran liegen k?nnte, dass ich gestern abend noch im Internet gewesen bin und mich im Chat mit einigen Usern unterhalten habe.

Ich bin langsam auf dem Weg die Meinung zu erlangen, dass das Internet f?r mich nicht weiter gut ist und ich mich davon entfernen sollte. Die letzten Tage, die letzten Diskussionen, die letzten Streitigkeiten und die letzten Tagebucheintr?ge von anderen Menschen lassen mich zu diesem Entschlu? kommen.

Aber damit man nicht falsch versteht, es ist kein Entschlu? der schon vorhanden ist, daf?r bin ich viel zu vorsichtig, aber es ist ein Entschlu?, der langsam w?chst und nur noch nicht genau wei?, ob das wirklich das richtige ist.

Mich erwartet zwar nicht viel in der Realit?t, es sind keine Menschen dort, die auf mich warten, aber es ist alle mal besser, als sich ewig einer Illusion hinzugeben.. Lieber habe ich keine Freunde, als Freunde, die ich einmal im Jahr (h?chstens) sehen kann und wobei die Freundschaft rein auf Telefonaten und Internetgespr?chen beruht.. Das bringt mir nichts. Ganz im Gegenteil, man ist leichter zu verletzen, man versteht den anderen schneller falsch und vor allen Dingen steigert es die Einsamkeit um einiges.. Ich kann einsam sein, weil ich wei?, dass niemand da ist, der mir die Einsamkeit nehmen kann, noch einsamer bin ich aber, wenn ich wei?, dass jemand da ist, der mir die Einsamkeit nehmen kann, der aber nicht in erreichbarer N?he ist.

Was also soll ich damit?

Ich glaube, ich werde langsam n?chterner, realer und geb mich nicht mehr Illusionen hin. Umso mehr ich zu dieser Einstellung gelange, umso mehr ekeln mich Menschen an, die im Chat den anderen die Ohren vollheulen, wie schlecht es ihnen doch geht. Ich kann es nicht ?ndern, ich kann denjenigen Menschen nicht ?ndern, kann nicht daf?r sorgen, dass er n?chterner die Welt betrachtet.. Er muss diesen Kunstweg gehen, muss sich in allem Selbstmitleid suhlen, bis er irgendwann die Schnauze voll davon hat und von alleine einen n?chterneren Blick bekommt. Ich denke, es geht uns allen irgendwie so. Jeder macht diese Phase durch und der eine erwacht fr?her, der andere erwacht sp?ter.

Ich erinnere mich, dass ich einmal sagte, dass mein fr?heres Leben ein rosarotes Schlo? war und ich irgendwann durch Schicksalsschl?ge aus diesem Schlo? fiel und auf dem Boden der grausamen harten Realit?t landete.

F?r diese Bemerkung m?chte ich mich bei allen, die sie h?rten und ernstnahmen, entschuldigen und sie hiermit revidieren.

Ich glaube, das war der gr??tm?gliche Bl?dsinn, den ich jemals von mir gegeben habe. Das Internet und die Bekanntschaften, die man hier macht, sind viele einzelne rosarote Luftschl?sser, die zusammen einen gro?en Palast bilden. Das ?u?erste Tor dieses Palastes ist der Schl?ssel zur einer gl?cklichen Zeit im Selbstmitleid und Depressionen.. Die Vielfalt aller Krankheiten, angefangen beim Liebeskummer, aufgeh?rt bei einer echten Psychose, k?nnen hier nach Lust und Laune ausprobiert werden und wenn man selbst nicht so ganz wei?, wie es richtig geht, kein Problem, frag doch einfach deinen Nebenmann, der zeigt es dir dann und du hast ein gro?es Vorbild, das absolut nachahmungsw?rdig ist.
Ich vergleiche das Zusammentun im Forum inzwischen mit einer guten Sektengemeinschaft. Die Verkaustrategie ist doch ganz simple. Jeder, der sich einsam f?hlt, oder dem es mal schlecht geht, ist herzlich willkommen, in der Runde der Taugenichtse.. Und bitte, welchem Menschen geht es irgendwann mal nicht schlecht? Es ist doch etwas v?llig normales.. Wie k?nnten wir wissen und definieren, was Gl?ck ist, wenn wir den Gegenpol dazu nicht kennen w?rden?
Der einzige Unterschied zur einer Sektengemeinschaft ist die Wahrung des Scheines.. Es ist strengstens untersagt einen Selbstmord anzuk?ndigen und in dieser Gesellschaft wird es absolut nicht gern gesehen, wenn dies auch noch in einer Gruppe geschieht.. Und so was nennt sich frei? Sowas nennt sich eine Gesellschaft, die versucht gegen den Strom zu schwimmen, gegen eine Gesellschaft anzugehen, die genau die gleichen Normen, nur verlagert auf andere Gebiete, inneh?lt? Das, liebe Leute, kann es doch nicht sein..

Damit mich keiner falsch versteht, es geht mir nicht darum, irgendwelche Leute, die das hier lesen zu ?berzeugen, oder das schlecht zu machen, was mir jahrelang sehr viel bedeutet hat.. Es geht mir nur darum meine Gedanken und meine Gef?hle, die momentan in mir innewohnen, in orte zu fassen, um vielleicht Klarheit ?ber die Dinge zu kriegen, die mein Leben momentan so kompliziert machen...

Nun, ich falle gerade aus diesem Schlo?, schaue nach oben und wundere mich, wundere mich dar?ber, dass ich diese ansichten nicht schon viel fr?her entdeckt habe, nicht schon viel fr?her sah, was mein Leben momentan eigentlich so kaputt machte..
Und w?hrend ich nach oben schaue, sehe ich schreiende Menschen, die ihre Arme nach mir ausstrecken und versuchen mich zu halten, damit ich nicht falle..

Ich l?chle und lasse die Menschen los.. und ich denke es ist gut so.

Ich vergleiche das hier gerne mit einem K?ken, das beh?tet in seinem Nest sitzt und darauf wartet, dass seine Eltern ihm das Essen bringen.. und irgendwann schubsen ihn, die ihn ?ber alles liebenden, Eltern aus dem Nest, so da? er fliegen lernt..

Und noch einige Male wird das kleine K?ken herunterfallen und sich weh tun.. Aber es wird lernen so zu fliegen, dass es sich nicht mehr verletzt..

Das sollte auch mein Ziel sein..
19.3.05 16:15


Ich hatte gestern einen relativ heftigen Streit mit meinem Vater.. Eigentlich haben wir uns beide inzwischen zu gern, als das wir uns streiten w?rden, aber irgendwann platzt auch die zu gut versteckte Bombe..

Angefangen hat es damit, dass ich mit meinen beiden Schwestern eigentlich das Essen kochen wollte.. Nach ca. zwei Minuten hatte sich meine ?ltere Schwester aber zum telefonieren in ihr Zimmer verzogen und meine kleinere sa? am K?chentisch, schaute mir bei der Arbeit zu und l?ste nebenbei ein Kreuzwortr?tsel. Eigentlich ist es okay, wenn ich das Essen alleine mache, aber nicht, wenn ich auf vier T?pfe gleichzeitig aufpassen muss.. Die eine Sauce war also inzwischen angebrannt, die andere war zu s?? geworden, die Nudeln wurden langsam ein einziger breiiger Klumpen und das Fleisch hatte ich vergessen aufzusetzen.. Als ich mir dann auch noch ordentlich die Hand verbrannt habe und meine kleine Schwester ?ber dieses Mi?geschick schallend lachte, hab ich nach meiner ?lteren Schwester gebr?llt (manchmal kann ich das auch ganz gut) und ihr gesagt, dass sie gef?lligst ihren Arsch in die K?che bewegen soll.. (sorry f?r meine Ausdrucksweise..). Davon wohl aufgeweckt, bem?hte sich auch endlich mein Vater vom Pc weg in die K?che.. Aber das war schon zu sp?t, weil wir inzwischen fertig waren und alle essen konnten.. Meine Mutter schlummerte noch friedlich auf ihrer Couch.. Ich wollte die Saucen grad auf den Tisch stellen, als mein Vater meinte, dass ich sie stehen lassen sollte, damit meine Mutter probieren konnte, ob sie auch okay ist.. Da hat er wohl die falsche Person zum falschen Zeitpunkt angesprochen.. Ich hab das zeug auf den Tisch geknallt und meinte, das da jetzt nichts mehr dran ge?ndert wird und wenn das jemandem nicht pa?t, dann soll er demn?chst einfach selber kochen.. Mein Vater wurde jetzt wohl auch w?tend (er war schon den ganzen Tag ?ber schlecht gelaunt) und meinte, dass ich gef?lligst den Mund halten sollte. Ich hab nur Nein gebr?llt und gesagt, dass ich mir von ihm nicht den Mund verbieten lasse und wenn er schlechte Laune h?tte, dann sollte er sie gef?lligst an wem anders auslassen, aber nicht an mir.. Er meinte darauf nur ist okay und verlie? die K?che..

Ich hasse es, wenn jemand nicht streiten kann und sich dann beleidigt verzieht! Ich hasse es.. Dementsprechend bekam ich auch keinen Bissen runter und von meinem Vater fehlte weiterhin jede Spur.. Wutentbrannt lief ich dann hoch in sein Arbeitszimmer und meinte, dass er sich gef?lligst zu Tisch begeben sollte und jetzt nicht beleidigt spielen sollte, weil das bei mir sowieso nichts bringt.. Er meinte, dass ihm der Appetit vergangen sei. Ich fragte ihn, welche Rolle das spielte, wenn wir fr?her keinen Appetit gehabt h?tten, mu?ten wir trotzdem am Tisch sitzen und essen, also soll er jetzt gef?lligst sich zu Tisch begeben..

Das tat er einige zeit sp?ter auch.. Na ja, als wir dann alle fertig waren.. Meine gro?e Schwester fragte mich, ob ich mich jetzt ?rgern w?rde.. Ich verstand nicht so ganz, worauf die Frage abzielte.. Ob ich mich ?ber meinen Vater ?rgern w?rde, oder ob ich mich dar?ber ?rgern w?rde, dass ich mich daneben benommen habe (nach ihrer Meinung).. Ich sagte ihr, dass ich w?tend w?re, weil er immer noch versucht mir den Mund zu verbieten und ich keine Lust h?tte, ihn ?ber mich zu stellen, weil er genauso Mensch ist wie ich und es nichts auf der Welt g?be, dass ihn dazu berechtigt mich zu unterdr?cken.. Wir sind gleichgestellt, auch wenn das oft nicht so aussieht.. Sie hat mich nur komisch angeguckt.. aber na ja, sie lebt in einer anderen Welt..

Sein Verhalten hat mich ziemlich ver?rgert und wir sprechen momentan nur das allern?tigste miteinander.. Ich bin mal gespannt, wie ich nachher ins Wohnheim zur?ckkomme.. Entweder ich nehm den Bus, oder ich laufe oder es besteht die winzig kleine M?glichkeit, dass er mich f?hrt, was ich aber im Grunde nicht will.. Aber na ja, ich hab viel Gep?ck und ich wei? nicht, ob ich das bei 2 Stunden Fu?marsch alles tragen kann..

Ich hab ihn gestern ziemlich verletzt, das wei? ich.. Ich bin nicht mehr seine kleine Tochter, die zu ihm aufsieht und ihm gehorcht.. Ich bin erwachsen, ein eigenst?ndiger Mensch, mit einem eigenen Kopf. Ich kann f?r mich denken und ich kann f?r mich handeln, da brauche ich niemanden mehr, der mir sagt, wann ich die Klappe zu halten habe. Das kann ich inzwischen ganz gut alleine absch?tzen.. *sfz*

Nun ja, jetzt wei? ich wenigstens wieder ein Thema, was in meine Therapie geh?rt..
Meine Eltern (insbesondere mein Vater)
Chris
Mein innerlicher Leistungsdruck

Ich hoffe, ich vergesse das nicht, wenn ich das n?chste Mal zur Therapie gehe.. Aber na ja, die Themen brauchen alle mehr als eine Stunde, von daher wird es mir wohl schon wieder einfallen bei Zeiten..

Ansonsten habe ich gerade eben mein Zimmer so gut wie leer ger?umt.. Habe die letzten Fotos und Bilder mitgenommen und wenn man mein altes Zimmer nun betritt erinnert fast gar nichts mehr daran, dass ich dort einmal wohnte.. Nur mein Namensschild au?en an der T?r verr?t den ehemaligen Bewohner noch.. Ich habe es h?ngen lassen, damit meine Person nicht ganz aus diesem Haus verschwindet..
Komisch, nach jedem Besuch bei meinen Eltern nehme ich ein bi?chen mehr von mir mit, als ob ich mich jedes Mal eindringlicher von meiner Kindheit in diesem Haus verabschiede.. Es ist wie ein Film, wenn ich durch die R?ume gehe und sie betrachte.. Zu jedem Bild f?llt mir eine Geschichte ein, die ich hier erlebt habe.. Ich betrachte zum Beispiel die Pflastersteine im Garten, dann f?llt mir sofort ein, dass ich in einem Sommer dort hingefallen bin und mir ?belst das Knie aufgesch?rft habe.. Unser Pavillon erinnert mich an meinen 16. Geburtstag, als ich damals mit Freundinnen dort sa? und heimlich geraucht haben, damit meine Eltern es nicht mitkriegen.. Das Badezimmer der Kinder, meine ersten Schminkversuche, der erste Discobesuch... usw..

All diese Erinnerungen, sch?ne wie auch sehr schmerzliche nehme ich in mich auf und halte sie tief in meinem Herzen fest.. Sie sind wertvoll, sehr wertvoll, denn sie haben aus mir den Menschen gemacht, der ich jetzt bin... In ein paar Jahren werde ich vielleicht wieder ein anderer Mensch sein, aber dann habe ich neue Erinnerungen, die ich zu den alten dazu tun kann.. Stetig ist der Kreislauf der Ver?nderung..

*sfz* vielleicht war die Vergangenheit hart, vielleicht ist es die Gegenwart auch noch und vielleicht wird es die Zukunft auch sein, aber ich sehe dennoch keinen Grund, warum ich mich nicht auf die Zukunft freuen kann..

Ich habe den Traum, dass ich einmal einem Menschen begegne f?r den ich das Gef?hl der Liebe empfinden kann.. Es geht gar nicht mal so sehr darum es erwidert zu wissen, aber einmal wirkliche Liebe f?hlen.. Das m?chte ich in meinem Leben erreichen.. Und wer wei?, vielleicht wird sie dann auch irgendwann erwidert..

Dann will ich aber dazu noch zwanzig Kinder kriegen.. *grinsel* na ja, nicht wirklich..
20.3.05 15:57


Anstrengend.. alles irgendwie anstrengend.. Momentan geht es mir echt miserabel.. am meisten sorgen (abgesehen von meiner Familie) macht mir meine Arbeit.. Ich wei? nicht so recht warum, aber ich f?hle mich unwohl auf meiner momentanen Station. Eigentlich gibt es da keinen Grund f?r.. meine Kollegen sind sehr nett (fast ein besseres Team als auf meiner alten Station, falls man das noch toppen konnte) und die Arbeit ist auch nicht schwierig.
Aber Martin ist mit auf meiner Station. Ich kann ihn nicht ausstehen, er ist ein richtiges Arschloch.. Vielleicht ist das Verh?ltnis auch nur so geworden, weil ich beinahe mit ihm geschlafen h?tte (was ein sehr gro?er Fehler war, fragt mich nicht, was mich da geritten hat.. Null Ahnung), aber das allein kann es ja nicht sein. Seine ganze Art ?rgert mich einfach, nein, geht mir einfach nur noch auf den Keks und ich h?tte mir gew?nscht, dass man ihn rausschmei?t und er die Ausbildung abbrechen muss.. Aber meine W?nsche gehen irgendwie nie so ganz in Erf?llung..
Naja, in dieser Woche hatte ich zweimal einen Tag, an dem es mir echt dreckig ging.. Am ersten Tag mu?te ich anderthalb Stunden Bl?tter kopieren, in einem Raum, der zu eng f?r mich war. Ich hatte nie bemerkt, dass ich eine Platzangst habe, aber in diesem Raum hab ich keine Luft mehr bekommen, mein Puls raste und ich sp?rte Panik.. nackte Panik.. Dementsprechend fertig kam ich auf Station zur?ck und wollte erstmal f?nf Minuten Pause machen, was mir aber nicht genehmigt wurde.. Ich wurde weiter mit Arbeit zugesch?ttet, w?hrend die leitende Examinierte und eine Aushilfe im Stationszimmer sa?en und sich unterhielten.. Das fand ich ungerecht, sagte aber nichts, warum auch immer.. Als ich dann den Essenswagen in die K?che zur?ckbrachte, beschimpfte mich eine mir fremde Examinierte und meinte, dass ich zu nichts f?hig w?re.. Ich war ?berrascht, weil ich nichts getan hatte und sie auch nicht kannte, tat folglich auch so, als h?tte sie nicht mich gemeint, aber ihre Worte trafen mich hart und verletzten mich. Zur?ck auf Station dann noch die kalten Worte meiner Anleitung, die sich wesentlich besser mit Martin verstand.. Am zweiten Tag hatte ich mit Martin zusammen Dienst und mu?te feststellen, dass sowohl Patienten, als auch Examinierte und ?rzte Martin wesentlich lieber mochten als mich.. Was das f?r ein beschissenes Gef?hl ist, kann man sich gar nicht vorstellen.. Als ob sie mich mobben w?rden, was sie gar nicht taten.. Und dann schrie mich noch eine Patientin an, dass ich unf?hig w?re..

Diese zwei Tage l?sten in mir ein absolutes Gef?hlschaos aus und seit langer Zeit habe ich wieder einmal von ganzem Herzen geweint.. Selbst wenn ich jetzt daran denke, muss ich mich bem?hen, meine Tr?nen zur?ckzuhalten..

Das einzige, was wirklich h?ngen geblieben ist: Ich bin unf?hig

Ansonsten meine Mum hat sich die B?nder ?berdehnt, mein Vater kommt n?chste Woche ins Krankenhaus, mein Opa hat gerade einen Herzkatheter gelegt bekommen und meine Schwester ist durchgerasselt und hat momentan keine Ausbildung mehr..

Wir wissen nicht, wohin uns unsere Wege f?hren werden..

*sich heute nicht wohl f?hlt*
26.3.05 22:01





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung