oder sinnloses Geschwafel
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Ich m?chte diesen Eintrag irgend jemanden widmen. Nein eigentlich nicht irgend jemandem, ich habe jemandem im Ged?chtnis, dem dieser Eintrag geh?rt, jemand, der immer behauptet, ich w?rde nie ?ber mich reden, jemand mit dem ich dauernd dar?ber diskutiere und doch nie zu einem Punkt komme.
Vor ein paar Tagen trennten sich unsere Wege, aber jetzt ist es wieder ein vereinter. Und ich m?chte hier durch diesen Beitrag zu ihm sprechen, ich hoffe, er liest mein Tagebuch noch..

Es ist verwunderlich, dass alle immer behaupten ich w?rde nichts von mir erz?hlen. In der Tat ist es das, denn ich habe immer das Gef?hl, dass ich schon l?ngst alles gesagt habe und wenn es etwas neues gibt, es sofort erz?hle. Ja, ich bin ein geschw?tziger Mensch, jedoch sind immer alle anderer Meinung. Ich rede zu wenig ?ber mich, st?ndig werde ich dazu ermuntert, mehr zu erz?hlen, nur gibt es dabei ein gro?es Problem! Ich wei? nie, was ich erz?hlen soll! Als Beispiel: Vor zwei Wochen traf ich mich mit meiner besten Freundin. Wir hatten uns zuvor zwei Monate nicht gesehen und bei mir waren in der Zwischenzeit gewi? viele Dinge passiert. Sie setzte sich auf mein Bett, sah mich an und fragte, was es denn so neues in meinem Leben gab? Ich h?tte ihr gewi? viele Dinge ?ber meine Ausbildung und das Zusammenleben im Wohnheim erz?hlen k?nnen, aber dabei h?tte ich weit ausschweifen m?ssen und h?tte somit stundenlang erz?hlten k?nnen. Also suchte ich nach den wichtigsten Ereignissen, die ich erz?hlen wollte. Und genau hierbei stellte sich mir die Frage, was in Anbetracht der Tragweite des Lebens, denn wichtig w?re? Darauf antwortete ich ihr mit einer 2-Sekunden-Antwort: Nichts, es gibt nichts neues.
Jeder normal-denkende denkt sich jetzt, dass ich entweder verschlossen bin oder wirklich die letzte Zeit nur in meinem Zimmer sa?, abgeschirmt von der Au?enwelt. Aber im Grunde habe ich mir damit nur meine imagin?re Frage beantwortet. Nichts ist wichtig in Anbetracht der Tragweite des Lebens!
Und ich denke, jeder kann sich vorstellen, wie niederschmetternd diese Antwort auch f?r einen selber ist! Denn alles, was einen bewegt und was einem vor kurzen noch wichtig war, ist auf einmal v?llig unwichtig und nicht mehr erz?hlenswert! Vor jedem Gespr?ch frage ich mich, welches Ereignis ist es wert, dass ich mir Zeit nehme und es in Worte verpacke? Und ebenfalls kann sich jeder denken, dass dabei nicht viel herum kommt.
Ich kann verstehen, warum so viele ?ber meine „Schweigsamkeit“ verwundert sind. Aber ich kann auch nicht anders.

Nun, in den letzten Tagen hatte ich mehrere Gespr?che mit Freebird. Ich wei? nicht, ob diese Gespr?che meine momentane Last erleichtert oder noch etwas erschwert haben. Jedenfalls hat es mich f?r einige Zeit gerettet. Nach dem Gespr?ch mit meinem Therapeuten ging es mir ziemlich mies. Dies ist wohl noch recht harmlos ausgedr?ckt, denn wer schafft es schon, innerhalb von wenigen Sekunden deinen ganzen Lebensinhalt zu zerst?ren und dich so sehr ins Schwanken zu bringen, dass du dich von der Welt verabschieden willst? Nun, jedenfalls hat er dies geschafft und ich kam mir auf einmal ziemlich ?berfl?ssig, aber auch ziemlich idiotisch vor. Alles, was f?r mich das Leben ausmachte, gab es auf einmal nicht mehr, alles, wonach ich strebte schien auf einmal so l?cherlich zu sein. Und ich wei? gar nicht, warum ich in der Vergangenheitsform rede, denn eigentlich tut es das noch immer.
Als ich den absoluten H?hepunkt der Tiefe erreicht hatte, habe ich nach Hilfe geschrieen und Freebird hat versucht mir diese Hilfe zu sein. Aber ich bin nicht einfach und ich h?tte es wissen m?ssen. So schnell lasse ich niemanden an mich heran und so schnell k?nnen anderer gut gemeinte Worte keine Wirkung bei mir erzielen. So hat Freebird es nicht geschafft, mir Mut zu machen oder gar mich vom Leben zu ?berzeugen, aber sie hat es geschafft, eine endg?ltige Entscheidung noch etwas hinauszuz?gern. Ich will erst noch einmal mit meinem Therapeuten sprechen, will ihm sagen, was er bei mir angerichtet hat, will ihm sagen, wie es wirklich um mich steht und vor allen Dingen werde ich Antworten verlangen! Antworten auf Fragen, die er durch seine Worte bei mir ausgel?st hat. Ich hoffe, dass dies alles aber zun?chst nicht meine Zukunft beeinflu?t, denn ich f?nde es sehr schade, falls ich mich zun?chst f?r ein Weiterleben entscheiden sollte, wenn er mich aufgrund akuter Suizidgefahr wieder einweisen lassen w?rde.. (Braucht er dazu nicht mein Einverst?ndnis??)
Aber etwas Zeit bis zu diesem Gespr?ch bleibt mir noch, so da? ich noch in Ruhe dar?ber nachdenken kann.

Hmm, aber nun, will ich in die Gegenwart kommen. Zum heutigen Tag. Was hat mich heute bewegt? Zwei S?tze fallen mir bei dieser Frage spontan ein.

Meine beste Freundin: Was bist du mir blo? f?r eine Freundin??

Meine Tante: Du kannst mich auch mal anrufen, wenn du m?chtest!

Hmm, nun, meine beste Freundin.. Ich habe schon ?fters ?ber sie hier geschrieben, aber ich schwanke immer mit meiner Meinung ?ber unsere Freundschaft. Und ja, sie hat recht, wenn sie mich fragt, was ich ihr f?r eine Freundin bin.. Sie hat recht, schlie?lich habe ich unsere Freundschaft in letzter Zeit mit F??en getreten. Ich war nicht unbedingt die Muster-beste-Freundin, die ein jeder sich w?nscht. Habe mich kaum gemeldet, aus Zeitmangel und st?ndigem Gef?hl der Unlust. Aber ist das ein Grund, nein, ist das eine Rechtfertigung? Nein, ist es nicht! Jedoch, sch?tzte ich sie immer so ein, dass sie unsere Freundschaft eher laisse faire sieht und war daher ziemlich erstaunt diesen Satz zu h?ren. Ja, es erstaunt mich zu sehen, dass sie in ihrer Unbek?mmertheit und Oberfl?chlichkeit mitkriegt, dass in unserer Freundschaft momentan einiges schief l?uft. Sie schafft es doch immer wieder mich in Verwunderung zu versetzen.

Der Satz meiner Tante hat eine etwas l?ngere Vorgeschichte, die ich leider erz?hlen mu?, damit man diesen Satz, bzw. seine nachhaltige Wirkung bei mir, verstehen kann.
Mein Vater hatte von kindauf ein schlechtes Verh?ltnis zu meiner Schwester. Die zwei konnten sich irgendwie nie wirklich riechen, was aber eher von meinem Vater ausging. Soweit ich es verstanden habe (meine Eltern reden ?u?erst ungern ?ber die Geschehnisse um und mit meiner Tante) fing der wirkliche, offensichtliche Streit an, als meine Eltern heirateten und meine Tante zum Ausdruck brachte, dass sie meine Mutter nicht leiden kann und diese Hochzeit mi?billigte. Von da an, lebten sich mein Vater und meine Tante zunehmends auseinander und schlie?lich zog meine Tante nach Italien, um dort zu studieren. Der Kontakt war zu diesem Zeitpunkt so gut wie tot.
Einmal, als ich und meine Geschwister schon geboren waren, besuchte meine Tante zusammen mit meinem Opa uns an Weihnachten, mit dem Erfolg, dass ein Familienstreit ausbrach und mein Vater meine Tante und meinen Opa rausschmiss. In den folgenden Jahren (ungef?hr 12 Jahre folgten) entsinne ich mich an einen einzigen weiteren Besuch meiner Tante, sonst an keinen. Wir h?rten nur ?ber meinen Opa von ihr, der ab und zu die wichtigsten Neuigkeiten verbreitete, aber ansonsten wurde dieses Familienmitglied ziemlich totgeschwiegen, was ich nun ziemlich schade finde.
Vielleicht versteht man nun, warum mich der Ann?herungsversuch meiner Tante ziemlich erstaunte und mir im ersten Moment auch ziemlich unangenehm war. Ich mu? sagen, die meiste Zeit habe ich vergessen, dass dieses Familienmitglied exsistiert, aber nach dem heutigen Gespr?ch, will sie mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen und ich mu? ehrlich sagen, ich bin ?u?erst neugierig, diesen Mensch endlich kennen zu lernen. In meinem Kopf schwirren Fragen, die ich gern von ihr beantwortet h?tte, die Begierde nach Wissen ?ber sie m?chte gestillt werden und insgeheim habe ich schon in Erw?gung gezogen, sie einmal in M?nchen zu besuchen.
Aber bei all dem habe ich ein schlechtes Gewissen, als w?rde ich etwas Verbotenes tun! Und das verhindert so einiges. Mein Gewissen plagt mich, w?hrend ich mich gleichzeitig ?ber die Ann?herung freue..

Hmm, ich denke, f?r heute genug geschrieben.. m?chte mit meinen Gedanken jetzt lieber allein sein..


Gute Nacht an alle die Schlaf finden k?nnen..
2.1.05 02:34


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Meine Nacht war durchzogen von Alptr?umen. Ich wei? nicht mehr genau, was ich getr?umt habe aber ein schlechtes Gef?hl ist zur?ckgeblieben. Eine Mischung aus Angst, Schrecken und Traurigkeit. Es ist schade, dass ich mich nicht an den Traum erinnern kann, denn ich w?rde gerne wissen, welche Situationen, welche Menschen in mir ein derartiges Gef?hl ausl?sen k?nnen?

Ich f?hle mich insgesamt gesehen wieder einigerma?en stabil. Der dunkle Horizont lockert sich wieder ein wenig auf, wobei ich mich dazu entschlossen habe, weniger in der Zukunft zu leben, als nun in der Gegenwart. Ich lebe einfach in den Tag hinein, frage mich nicht mehr, ob mir das ganze so gef?llt, wie ich es gestalte, sondern funktioniere eher. Ich gehe meine Pflichten nach und danach scheine ich aufzuh?ren zu leben. In nur wenigen Augenblicken kommt hervor, wer ich eigentlich wirklich bin.

Sabine scheint sich meiner Person immer weiter abzuwenden. Ich verstehe nicht so ganz, warum dies geschieht, aber es passiert. Ich wei? aber auch nicht so ganz, ob dies schlimm ist, oder nicht? Einerseits mag ich sie sehr gerne, andererseits nervt mich ihre Unvernunft und ihre Sprunghaftigkeit. In dem Punkt w?rde ich ihr zustimmen, wenn sie behauptet, dass ich sehr konservativ und festgefahren in meinen Vorstellungen und in meinem Handeln bin. Aber nun ja, sie erscheinen einem aber auch nur so festgefahren, wenn man das genaue Gegenteil ist und ohne viel Denken in den Tag lebt. What should I do? Es ist nicht meine Aufgabe, sie zu erziehen oder ihr zu zeigen, wie man ein Leben lebt (zumal ich das wahrscheinlich auch gar nicht k?nnte). Sie ist immerhin 18 Jahre alt und gilt somit als erwachsen. Das Denken und Verhalten eines Erwachsenen scheint mir bei ihr aber eher verk?mmert und nicht gerade sehr gef?rdert durch ihre Eltern. Aber ich will nicht ungerecht sein, es gibt Gr?nde, warum sie so ist und ich kenne diese Gr?nde. Also akzeptiere ich einfach.

Ich wei? nicht, ob mir momentan meine Arbeit Spa? machen soll oder nicht. Die meiste Zeit denke ich, ich tue das ganze nur, um einen Lebensrahmen zu haben. Ich tue es, ohne irgendwelche Gef?hle zu empfinden, weder, dass es mir Spa? macht, noch, dass es Unzufriedenheit in mir ausl?st.. Ich wei? es einfach nicht..

Hab keine Lust mehr, heute weiterzuschreiben.. Tut mir leid..
6.1.05 23:51


Die Gespr?che mit Nastacia tun mir sehr gut.. Jeden abend sitzen wir zusammen und philosophieren, oder unterhalten uns einfach so.. Aber kein Gespr?ch ist sinnlos.. Jedes Gespr?ch scheint richtig zu sein, als ob wir beide f?hlen w?rden, wor?ber wir heute reden m?chten. Wir scheinen uns gefunden zu haben und immer weiter zu finden. Ich erfahre viel ?ber sie und sie erf?hrt viel ?ber mich. Mehr als je ein Mensch ?ber mich erfahrne hat. Ich erz?hle ihr Dinge, von denen niemand etwas wei?. Und ich habe stets das Gef?hl, dass diese Dinge bei ihr gut aufgehoben sind. Sie wird es niemandem sagen und sie kann mit den Dingen umgehen.
Sie scheint meine N?he irgendwie zu suchen, sie scheint die Gespr?che mit mir zu suchen, aber zwischendurch habe ich das Gef?hl, dass ich sie wesentlich mehr suche, als sie mich.. Aber egal, wer von uns beiden den anderen mehr sucht, wir treffen uns stets in der Mitte.

Ich bewundere sie, sie bewundert mich. Ich lerne von ihr, sie lernt von mir.. Und wir lernen gemeinsam von uns.. In ihrer N?he f?hle ich mich stark, alles ist auf einmal so einfach und so klar.. In vielen Dingen ist sie mir ein Spiegel. Sie kennt so vieles, was ich auch kenne, was ich auch erlebt habe. Situationen, Gedanken, Gef?hle.. es gleicht sich so viel. Und doch sind wir zwei v?llig unterschiedliche Wesen.

Heute sa?en wir wieder zusammen, haben uns unterhalten und ich habe ihr von meinen Gedanken erz?hlt. Es ist leicht jemandem zu sagen, dass man vergewaltigt wurde, dass die Eltern einen schlugen, dass man etliche Suizidversuche hinter sich hat, aber das alles spielt keine Rolle, das alles ist v?llig egal, wenn man nicht f?hig ist, seine Gedanken zu ?u?ern. Sie sind der Kern unseres Seins und sie sollten auch im Mittelpunkt stehen. Fragen wie: Was denkst du grad? Oder wie geht’s dir? Gibt es in unseren Gespr?chen nicht.. Jeder redet, wenn er das Bed?rfnis danach hat. Man ?u?ert die Gedanken, die man ?u?ern m?chte. Keiner zwingt mich, keiner setzt mich unter Druck und genau das fehlte mir. Alle, die ich kenne, die wollen etwas h?ren, und dieses Wollen ?bt Druck auf mich aus. Selbst mein Therapeut ist so. Chris, Dina, Matthias, Andrea, Bianca.. alle mit denen ich mehr zu tun habe.. Und ich habe nie verstanden, warum meine Gedanken auf einmal verschwanden und meine Lippen geschlossen blieben. Jetzt verstehe ich und jetzt wei? ich damit umzugehen..

Sie gab mir ihre Tasse.. Es ist mir eine Ehre.. Man muss sie kennen um diese Geste bewerten zu k?nnen und ich wei?, dass sie mir etwas wichtiges damit mitteilen wollte. Ihre Tasse als Zeichen des Anfangs, der Verb?ndigkeit, des Verstehens, des M?gens.. Alles Zeichen und ich habe sie gesp?rt. Sie hat nichts gesagt, nur mich angel?chelt und gesagt: da ist Fencheltee drinne, von heute morgen oder von gestern? *grins*
Und w?re er vom vorigen Jahr gewesen, es h?tte nichts an der Situation ge?ndert. Ich h?tte ihn trinken m?ssen, wenn ich ihre Frage bejahen wollte und ich h?tte ihn ablehnen m?ssen, wenn ich sie verneinen wollte.
Ich habe getrunken. Es war irgendwie Lebenssaft mit Geschmacksrichtung Fenchel. Es war f?r mich ein wichtiges Ereignis und ein Ereignis, dass mir sehr viel Kraft gibt..

Wir haben die stille ?bereinkunft mit Fencheltee besiegelt. Manch einer mag jetzt lachen, aber es ist ein sehr wichtiges Ereignis f?r mich.

(m?de bin ich, geh zu Ruh, schlie?e deine ?uglein zu... *g?hn*)
13.1.05 01:19


Es ist Zeit, sich wieder zu ver?ndern, es ist Zeit alte Dinge loszulassen.. Es ist Zeit sich eine neue Meinung zu bilden.. Und es ist endlich Zeit ?ber die Menschen nachzudenken, die man am wenigsten leiden kann..

Es ist Zeit, anzufangen zu leben..

Ich denke in letzter Zeit sehr viel ?ber meine Eltern nach.. Meine Bindung war zwar nie gut zu ihnen, aber gerade mein Vater geht mir momentan sehr nahe und irgendwie krieg ich ihn auch nicht mehr aus dem Kopf..
Wie geht es ihm? Ich kann diese Frage nicht wirklich beantworten, weil er es wahrscheinlich selber nicht wei?.. Ich wei? nur, dass es ihm nicht gut geht, aber wie schlecht es ihm geht, kann ich nicht sagen..

Was ist mit meiner Mutter? Meine Bindung zu ihr hat sich kaum ver?ndert.. so sehe ich das jedenfalls, oder viel eher m?chte ich das sehen, obwohl ich wei?, dass das schon lange nicht mehr der Wahrheit entspricht..

Ich fange an, Frieden mit ihr zu schlie?en.. Fange an, mit ihr zu reden und ihr meine Probleme und Schwierigkeiten aufzuzeigen (auch wenn die meistens eher finanzieller Art sind.. ganz weit aus dem Fenster mag ich mich noch nicht lehnen.. )

Aber es ist in Bewegung gekommen und mein eigenes Denken ?ber meine Eltern, dass vor gut einem Jahr stehen geblieben ist, nur damit sie mir nicht zu nahe kommen, ist in Bewegung geraten und zeigt mir nun neue Perspektiven auf, die auch sehr sch?n sein k?nnen.

Meine Mutter sagte fr?her immer, dass Freunde verg?nglich sind und das wichtigste, was man hat, die eigene Familie ist..

Wie recht sie in meinem Fall doch hatte.. Ich bin jetzt seit vier Monaten in der Ausbildung und kaum einer meiner alten Freunde hat sich bei mir gemeldet.. Und wenn, dann war es das f?nf Minuten Gespr?ch um halb gelangweilt zu zeigen, dass man einen noch nicht vergessen hat, dies aber bald tun wird, weil der andere einem egal ist..

Meine Eltern aber im Gegenzug dazu, sind jetzt f?r mich da, und wollen das auch..

Und mit meinen Internetbekannschaften?? Die meisten kann man ja doch in der Pfeife rauchen.. Aus auf den eigenen Vorteil.. Gib mir dein Ohr und h?r mir zu, dann werden wir Kontakt haben.. Klar, das kann ich machen.. aber auf Dauer werde ich daran kaputt gehen..

Und wer beachtet dies?
21.1.05 13:14


Ich bin kaputt, mit meinen nerven am Ende.. Der Tag ging, der Nachmittag war anstrengend.. Ein hmm nicht gerade erholsames Gespr?ch.. Danach hab ich mich in mein Bett gerollt und meine Decke ?ber den Kopf gezogen.. Einfach nur allein sein, einfach nur mit mir sein.. Denken, F?hlen, es rauslassen.. hemmungslos und ohne die Blicke der anderen.. Mein Telefon klingelt. Ich halt mir die Ohren mit meinem Kopfkissen zu, m?chte nicht drangehen, w?nsch mir nichts sehnlicher, als dass es wieder verstummt und der Anrufer aufgibt.. Aber es schellt weiter.. und weiter und weiter.. Wie kann man nur so hartkn?ckig sein? Ich geb auf.. Birte ist dran.. Ich soll sie reinlassen, sie hat Licht bei mir gesehen.. (Kein Wunder, dass sie nicht aufgibt..)
Ich mach ihr auf, irgendwie ist das Wohnheim verdammt kalt.. Keine Ahnung warum, aber ich friere (und das tue ich wirklich selten..) Mein Kopf brummt wie ein Atomkraftwerk.. „Bist du krank?“ na toll, die super duper Frage.. Muss das sein? Komm doch einfach rein, geh zu Nicole und lass mich heut in Ruhe.. „Hey, Tsunami, was ist los?“ (Tsunami ist mein neuer Spitzname.. Warum ist ne lustige Geschichte, aber nicht erz?hlenswert.. es hat wohl auch was mit meinem Charakter zu tun, aber unwesentlich..) Tr?nen stehen mir in den Augen, aber ich m?chte sie ihr nicht zeigen, verstecke mein Gesicht im Schatten des Flures..
Wir gehen in die K?che.. Irgendwie ist mir nach Tee zumute.. „Tsunami, du siehst echt nicht gut aus.. Willst nicht mal zum Arzt gehen?“ „Ich bin nicht krank.“ „Du hast ganz rote Augen, hast du geweint?“ „Ja habe ich, ist was schlimmes dran?“ Mit den Worten hab ich wohl dann auch die Teekanne hingeknallt und bin abgedampft..
Es tut mir leid, sie so angefahren zu haben, sie hat es nicht verdient, aber ich bin nicht f?hig meine Gef?hle unter Kontrolle zu rei?en.. Irgendwer hat die Kontrolle ?bernommen.. Ich bin zu schwach dazu..

Ich w?nsch mir doch nur, einmal in den Arm genommen zu werden und zu f?hlen, dass man mich versteht.. Warum geht das nicht? Warum darf ich das nicht?

Was habe ich so schreckliches getan, dass mein Leben mir ein bisschen Liebe verweigert?

Keine Ahnung.. Ich kann einfach nicht mehr..
24.1.05 19:55


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