oder sinnloses Geschwafel
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Ein neuer Tag, ein neuer Anfang. Gestern hat das nicht so geklappt mit dem Hungern, aber ich hab trotzdem 400g abgenommen. Heute wird es besser. Ich war gestern einfach zu schlecht drauf und dann auch noch gelangweilt.. Heute hab ich mir einiges vorgenommen und die Laune ist nach der geringen Abnahme steigend
Also nur noch 10,5kg to go

Chris hat sich immer noch nicht gemeldet. Alle zehn Minuten schau ich auf mein Handy, ob eine Sms da ist. Oder ich schau meine Emails nach, ob er auf meine geantwortet hat. Aber nichts. Es ist auch zu verflixt, dass er sich gerade beim Umzug nicht mehr gemeldet hat. Jetzt hab ich keine Festnetznummer und auch keine Adresse. Ich würde mich sofort in den Zug setzen und zu ihm fahren, wenn ich nur wüsste, wohin er jetzt gezogen ist. Ich hab schon überlegt, ob ich zu seinem alten Wohnsitz fahre und da nachforsche. Aber das wäre idiotisch. Ich weiß ja, dass es ihm anscheinend gut geht, nur nicht, warum er sich nicht meldet. Auch hab ich überlegt, seinen Bruder zu kontaktieren, aber ich glaube Chris würde ausrasten, wenn er das erfährt. Hmpf what should I do?

Heute gäbe es eine Möglichkeit meinen Therapeuten anzurufen und einen Gesprächstermin zu erfragen. Ja die Möglichkeit bestände. Die Angst ist aber zu groß. Meine Niederlage ist sein Triumph. Zumindest denkt mein verschrobenes Gehirn das. Lieber leide ich noch etwas, konzentriere mich auf mein Abnehmen und trainiere meine Disziplin. Außerdem hasse ich es, Termine zu machen. Irgendwie merkwürdig, auf der Arbeit hab ich absolut kein Problem damit fremde Menschen anzurufen und mit ihnen zu sprechen. Ich muss es ja tun. Privat geht das gar nicht. Ich weiß nicht, wieso. Ich weiß nicht, wovor ich Angst habe. Wenn ich einmal anrufen muss, bricht mir der Schweiß aus und ich zittere während des Telefonats die ganze Zeit. Ich kann dann keinen klaren Gedanken fassen und stolpere über meine eigenen Worte. Sehr merkwürdig, wenn ich so drüber nachdenke..

Ich hab mich gestern noch mit einer Freundin unterhalten. Hmm alles schrabbte irgendwie an der Oberfläche, aber ich hatte keine Lust in die Tiefe zu gehen. Irgendwie kraftlos.

Mein Mann merkt irgendwas. Er weiß zwar nicht was, aber irgendetwas ist nicht in Ordnung. Er kommt damit nicht zurecht und distanziert sich etwas. Oder sagen wir, er sucht seine eigenen Gründe für mein Verhalten. Zehntausend Mal die Frage, ob ich ihn liebe und glücklich bin, dass wir geheiratet haben. Zehntausend Mal die Antwort "Ja" und doch ist er nicht zufrieden und misstraut mir. Ob ich einen anderen hätte stand bereits im Raum. Wie albern! Als ob es keine größeren Probleme und Sorgen gäbe, als ein Anderer.. Abgesehen davon müsste er wissen, dass ich eine treue und loyale Seele bin. Ich könnte das, selbst wenn ich ihn nicht lieben würde, nicht mit mir vereinbaren, einen anderen Mann neben ihm zu haben. Tja und als er auch da nicht weiterkam, lag die Vermutung, dass ich schwanger sei, im Raum. Ja soll er das ruhig denken. Wobei er nach zwei Jahren des Probierens eigentlich wissen müsste, dass ich in diesem Punkt eine totale Versagerin bin und wir wohl niemals Kinder kriegen werden. Man könnt ja auch mal zum Arzt gehen und nach einer Ursache forschen.. Naja Ärzte und ich wir sind keine Freunde.
Also werden wir es einfach weiter probieren und probieren und probieren.

Auch das nagt sehr an mir. Halbe Frau, unfähig ihren biologischen Auftrag zu erledigen. Aber mit ihm kann ich darüber nicht sprechen. Er findet ich übertreibe und kann kein Verständnis zeigen. Nun gut, es wird totgeschwiegen und in mich hineingefressen. Gut ist. Er ist glücklich, ich nicht, aber das spielt auch keine Rolle. Totschweigen um der Harmonie Willen. Wie mich die Scheiße ankotzt! (sry für wortwahl)
Und bei "unwichtigen" Dingen diskutiert er dann. Ich hab ihm gesagt, dass ich vor der kirchlichen Hochzeit gerne noch einen richtig romantischen Antrag haben möchte. Wieso wir sind doch verheiratet?! War der letzte nicht gut? (sonst würd ich wohl kaum einen zweiten verlangen..) Anstatt das einfach mal so hinzunehmen und sich Gedanken zu machen, wie er das anstellen könnte, wird diskutiert. Aber wenn es dann mal wichtigen Streit gitb, dann kommt nur "Ja du hast Recht" und er geht weg. Lässt mich stehen und mit meiner Wut allein, also wieder runterschlucken. Irgendwann artet diese Art der Harmonie in einen ganz bösen Ehekrieg aus. Ich versuch ihm das zu erklären, versuch ihm zu zeigen, wie wichtig das Reden über solche Dinge (egal ob schön oder hässlich) für eine Beziehung ist, aber er blockt ab.
Ich frag mich, ob das "normal" ist. Eine Ehe ist eine Verpflichtung. hmm ja
8.6.10 13:59


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Der sonnige Tag trägt schwarz

Wow ist das schön wieder hier zu sein. Ist es schön einfach seinen Müll im Nichts abzuladen und zu wissen, es gibt niemanden den das interessiert. Entspannend. Keine anstrengenden Diskussionen, keine Rechtfertigungen. Mit sich selbst schreiben und doch zu wissen irgendein fremder Mensch liest es
Es macht Spaß.
Ich habe heute ein paar schwarze Klamotten rausgekramt. Die Farbe (wobei es eigentlich gar keine ist ^^) gefällt mir zur Zeit am besten. Sie gibt mir Sicherheit und hält die Leute auf Distanz. Wie eine Mauer um meinen Körper.

Ich habe gestern mit einer Freundin über meine Gedanken geredet (nicht alles aber manches) und die halbe Nacht wach gelegen und darüber nachgedacht. Irgendwann kam mein Mann ins Bett. Ich weiß nicht warum aber ich brauche Distanz. Ich kann Kuscheleien und Liebkosungen momentan kaum ertragen. Ich denke es liegt nicht an ihm. Er ist nicht die Person, die ich nicht ertragen kann. Ich selbst bin es. Es ist gerade unwahrscheinlich schwer positive Gefühle für ihn zu haben, weil ich mich selber so negativ besetze.
Ich versuch mich zusammenzureißen, ich möchte nicht, dass er darunter leidet. Es reicht, wenn ich das tue. Aber er kann auch kein Verständnis für meine Situation aufbringen. Wie denn auch? Wie kann jemand verstehen, dass man selber sich total fett findet und lieber abgemagert sein möchte? er liebt mich, er findet mich attraktiv und auf gar keinen Fall zu fett, aber was ich im Spiegel sehe, ist alles andere als das!

Ich hab mich heute morgen auf die Waage getraut und festgestellt, dass es rund 11Kg sind, die ich verlieren muss. Das Ziel ist beschrieben, der Weg ist vorgezeichnet und jetzt muss ich ihn nur noch gehen.
Ich würde gerne behaupten, dass Hungern eine meiner leichtesten Übungen ist, aber leider ist das gar nicht so einfach für mich. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie ich monatelang das durchgehalten habe. Aber es muss sein, mit aller Gewalt, die ich gegen mich richten kann.

Ich warte immer noch auf eine Nachricht von Chris. Er fehlt mir so unwahrscheinlich. Ich verstehe das alles nicht, warum verhält er sich denn so? Oder andersherum, warum warte ich? Warum kann ich dieses Kapitel nicht einfach abschließen? Anscheinend interessiert ihn unsere Freundschaft nicht, sonst würde er sich anders verhalten. Oder ist das typisch Mann?
7.6.10 14:55


Wiedersehensblogeintrag oder auch die schlichte Verzweiflung...

Lang ist es her. Ich habe mich erneut daran versucht meine Erinnerungen in einen Roman zu packen, aber während des Schreibens packte mich die nackte Verzweiflung gepaart mir Wut und Trauer. Ich hab es aufgegeben.
Dann doch lieber Tagebucheinträge, die niemand liest, wobei ich mich frage, warum ich gelesen werden will.

Ich habe geheiratet. Warum? Das ist eine gute Frage, nur leider fehlt mir die rechte Antwort. Wahnsinn, Liebe? Ein Gemisch aus Angst, Einsamkeit und den unendlichen Wunsch meine Suche zu beenden und mich in einer Verpflichtung zu verlieren. Aber bevor es sich zu dramatisch wird, Liebe ist der wesentliche Bestandteil davon. Ich weiß es nicht. Weiß man immer, ob es gut ist oder nicht? Stellen sich Verheiratete noch die Frage ob es die richtige Entscheidung war? Oder ist ein Ja ein Ja und bleibt auch ein Ja?

Ich hab von meinem Therapeuten geträumt. Es hat mich völlig aufgewühlt, völlig zerstreut. Ich frage mich, ob es ein Zeichen war, dort wieder hinzugehen, wieder zu reden, wieder Wege zu finden, mit meinem Ich klar zu kommen.
Ana hat mich verlassen und umso mehr ich versuche mich an sie zu krallen, umso mehr stellt sich Mia in den Vordergrund. Ich komme damit nicht zurecht, ich hasse mein Versagen.
Disziplin, Strebsamkeit, Stärke. Das bin ich gewesen und was ist jetzt? Schwäche, Versagen und Treiben.

15kg das muss weg. Ich will wieder zu der alten Dürrheit. Will meine Knochen sehen, will die gähnende Leere in mir spüren und glücklich sein über meine Disziplin. Wo sind die Zeiten hin? Wo ist das Denken hin?

Manchmal ist es schwierig, die einfachsten Gedanken in Worte zu fassen. So viele Gefühle schwirren dabei mit und machen mir das Denken schwer.

Ich gehöre wohl jetzt zu den Normalgewichtigen. Ich traue mich nicht aus dem Haus, es sei denn ich muss. Ich ziehe weite Klamotten an, damit niemand Speck sieht. Ich hasse es mich im Spiegel zu sehen.

Aber ich verstehe es nicht. Ich esse einmal am Tag (wenn ich es überhaupt bei mir behalte) und trotzdem nehme ich immer weiter zu. Ich hab Hormone genommen, Entwässerungsmittel, Abführmittel. Nichts, einfach gar nicht, die waage zeigt jedes Mal den gleichen Mist an. Seit einem Monat traue ich mich nicht mehr, mich zu wiegen. Die Angst ist zu groß, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken.

Chris fehlt mir wahnsinnig. Ich möchte so gern mit ihm reden. Es fällt mir leichter die Welt zu ertragen, wenn ich mit ihm reden kann. Aber da ist nur Stille. Mein ganzes Bemühen ihn zu erreichen endet in Leere. Blanke Wut steigt in mir hoch. Wut und Enttäuschung. Schon wieder allein. Ich warte auf ein Zeichen von ihm. Was weiß ich schon, was im letzten halben Jahr bei ihm passiert ist. Das Einzige, dass ich weiß,ist, er lebt. Ist das nicht unfassbar? Ich weiß nicht mehr, als seine Lebendigkeit.
Ich bin zu empfindlich, ich fordere zu viel. Meine Gedanken wachsen mit meinen Tränen. Vielleicht ist das alles eher Wunsch als Sein
6.6.10 21:20


Flucht...

Ich flüchte. Vor mir, vor ihm, vor der Welt.
Nachtdienst. Ich bin erleichtert, wenn ich auf der Arbeit ankomme. Wenn ich mich um die Probleme anderer kümmern darf, ihnen eine Hilfe sein darf. Alles tun, nur nicht die eigene verletzte Seele spüren. Den Schmerz nicht zulassen.
Ich muss da durch.
Ich wollte einen Egotrip machen, wollte, dass es mir scheiß egal ist, wie er mich behandelt. Aber es funktioniert nicht so recht. Er schafft es mich zu verletzen. Mit jedem einzelnen Wort. Ich denke mir, geh nicht darauf ein, du weißt ganz genau warum er das tut. Reize ihn nicht, bleib diplomatisch. Aber es fällt mir schwerer und schwerer. Und dann ist da wieder die Einsamkeit. Die Erinnerungen an zusammen verbrachte Tage, einfach neben ihm liegen, seine Wärme spüren, nichts sagen müssen.
Oder eine rege Diskussion über Gott und die Welt oder einfach nur so reden..
Ich glaube das fehlt mir am meisten. Mit ihm reden zu können.
Naja und Frau ist ja auch ein bisschen Mann, der Sex fehlt natürlich auch.
Es wird Zeit, dass sich die Wege trennen, wir uns gar nicht mehr sehen.
Ich meine, in seiner Gegenwart ist noch mal alles etwas anders, da benimmt er sich nicht so unerwachsen, unreif, impulsiv.. Aber trotzdem das Kapitel muss abgeschlossen werden!

Noch zwei Wochen! Dann ist Schule rum.. Nur noch zwei Wochen.. Dann kommt der Sommer und mit dem Sommer eine neue Liebe, heiße Tage kurze Röcke.. und und und..
Es war doch bisher immer so
5.6.08 18:14


Die tage fliegen schon wieder dahin.. Ich hatte gar keine Zeit einmal innezuhalten und nachzudenken. Aber vielleicht ist es auch ganz gut so.
Ich habe den Eindruck, ich bin ein Stück erwachsener geworden. Ich hab das wohl dem ANDEREN zu verdanken. Ich trauere nicht hinterher, ich bin nicht einmal verletzt, ich sehe nur sein kindisches Verhalten und finde es nervig und abstoßend. Es ist albern.
Und umso länger ich es betrachte, kommt in mir der Wunsch auf, es besser zu machen. Und das tue ich auch.
Ich warte ja noch auf seine Entschuldigung. Aber die Aussicht, dass die in meinem und in seinem Leben noch kommen wird, ist sehr gering.
Als ich ihn gestern sah und darüber nachdachte, dass er sich icht entschuldigen wird, geschweige denn einsichtig ist, dachte ich nicht wie sonst "schade", sondern einfach nur "Dann hast Du Pech gehabt, mein Lieber" Das nenn ich schon mal einen Fortschritt.
Nein ich bin nicht so billig und erbärmlich (wie er einst zu mir sagte..) und laufe Dir hinterher *lach* Ich habe Fortschritte in meiner Reife gemacht. Du bist es nicht wert, von mir geliebt zu werden

Auf der Arbeit ist auch wieder die Hölle los. Das Krankenhaus ist überflutet mit Patienten. Wahrscheinlich lag es an dem häufig wechselnden schwülwarmen Wetter. Meine Erkältung hat sich auch in den letzten Tagen nicht gebessert, also muss es an dem wetter liegen.
Aber Arbeit macht Spaß! Es ist zwar anstrengend und geht wirklich an die Substanz, aber es hat mir in meinem Urlaub sehr gefehlt.

Mit dem EINEN kann ich auch ganz normal umgehen. Wir sehen uns jeden Tag. Zwar nicht lange, weil er woanders arbeitet, aber ich kann seine Gegenwart aushalten (ich versuche dabei tunlichst keine Freude aufkommen zu lassen und die Gefühle in Schach zu halten..) und ich kann ihn auch ohne Probleme anrufen, wenn es mal wieder brennt, und ich Hilfe brauche (also dienstlich gesehen).
Wie es privat wird weiß ich nicht. Ich hab ihm eine Email beantwortet, aber hmm er meldet sich nicht. Aber ich bin das gewöhnt, weil er ja viel arbeitet und kaum Zeit hab. Also übe ich mich in Geduld.
Es ist sowieso noch etwas früh für ein privates Treffen. Ich glaube, wir sind beide noch nicht gefestigt genug dafür.

Abgesehen davon will ich im Moment keinem Mann verfallen! Ich hab mal wieder genug für das nächste Jahr. Irgendwie machen mir "Beziehungen" imme rnoch mehr Probleme und das kann ich nicht gebrauchen. Auch wenn Männer oftmals einfach strukturiert sind, können sie auch ganz schön kompliziert sein.
Und das bin ich selber schon genug..
31.5.08 11:11


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